Römischer Garten

Der Römische Garten liegt am Südhang westlich von Blankenese und ist ein Unikum unter den Gärten, die der Stadt von Kaufleuten geschenkt wurde. Seinen Namen verdankt dieser kleine Park dem südländischem Erscheinungsbild, das von italienischen Gärten inspiriert wurde. Gestaltete Zypressenhecken , kleine Plätze mit spektakulärer Aussicht auf die sich hier auf 2 Kilometer verbreiternde Elbe, machen diesen Park aus meiner Sicht zu einem ganz besonderen Kleinod. Die erste Gärtnerische Gestaltung erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts, die der Anlage die grundlegende Struktur gab. 1897 erwarb der Bankier Moritz N. Warburg das Grundstück, um sein angrenzendes Anwesen zu vergrößern. Im Zuge der der Erweiterung der Anlage wurde der steile Hang durch Mauern abgefangen. Hierdurch war die Anlage einer breiten Terasse möglich, die im westlichen Teil durch einen Rosengarten mit kleinteiligen, durch Buchsbaumhecken abgegrenzte Beete geprägt war, ganz im Erscheinungsbild der Renaissance. Der etwas tiefer gelegene , östliche Teil der Terasse wurde durch einen girlandenförmige Thujahecke abgegrenzt, die freie Ausblicke auf die Elbe ermöglichte. Seitlich etwas tiefer versetzt wurde 1924 ein Heckentheater angelegt mit einem Zugang über eine geschwungene Sandsteintreppe. 1951 schenkte die Familia Warburg den Römischen Garten der Stadt.

Das Theater und auch die Girlandenhecke wurden kürzlich wieder hergestellt. Der Rosengarten mit den Beeten bleibt noch verschwunden. Der Garten bietet extrem viel Potential auch einige winterhärtere Exoten zu pflanzen. Vielleicht wir ja eine kleine Pflanzenspende von mir in Form von Hanfpalmen, echten Zypressen, Lohrbeer und Zitrus angenommen.

Der römische Garten ist leicht zu finden, erfordert aber ein wenig "Kletterei" auf den Elbhang. Man kann ihn mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen  (S-Bahn bis Blankenese / Bus 48 bis Waseberg) oder auch am  Blankeneser Uferweg halten (wenn man einen Parkplatz findet) und Richtung Wittenberge am Uferweg entlang der Ausschilderung Römischer Garten folgen.