Feigen werden schon seit langem im Mittelmeerraum kultiviert. Wenig bekannt ist, daß die Pflanze auch in unseren Breiten gut wächst und sogar reife Früchte geerntet werden können. Es gibt auch hier sehr unterschiedliche Sorten mit entsprechend unterschiedlichen Eigenschaften. Generell kann gesagt werden daß die grünen (hellen) Sorten eher reifen als die violetten.

In Mitteleuropa kann wegen der verkürzten Vegetationszeit nur mit einer Ernte gerechnet werden. Die Fruchtansätze werden schon im Herbst gebildet und reifen dann je nach Sorte im Juli - September. Der zweite Fruchtansatz der während der Wachstumsphase angesetzt, wird reift in der Regel nicht aus.

Da die Feige laubwerfend ist und eine ausgeprägte Winterruhe einsetzt, erhöht sich die Frosthärte. Starkes Mulchen des Wurzelbereiches und gegebenenfalls Stammschutz mit Noppenfolie hilft beim Überstehen längerer, sehr kalter winterperioden. Sollten dennoch alle oberirdischen Pflanzenteile zurückfrieren, ist die Pflanze noch nicht verloren. Häufig treibt die Feige dann wieder aus dem Wurzelbereich aus und bildet einen neuen Stamm.